Online spenden, bitte hier entlang

Blog Japan

Bilderreise: Mit Uli Preuss durch Japan

Diese Maschine sollte den Solinger Foto-Journalisten Uli Preuss eigentlich seinem Ziel Japan näher bringen, doch sie flog ohne ihn ab. Dennoch kamen - mit einem anderen Flieger - sowohl der Fotograf als auch seine großformatigen Bilder wohlbehalten in Tokio an. Auf einer Pressekonferenz erläuterten Uli Preuss und Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka die Hintergründe der Ausstellung, die jetzt in Japan zu sehen ist. Fünf Journalisten kamen, um sich darüber zu informieren. Eine gute Resonanz, meint Uli Preuss erfreut. Derweil wurden die Fotos, die während etlicher Hilfseinsätze des Friedensdorfes in Kriegs- und Krisengebieten entstanden sind, an ihren Ausstellungsort geschafft. Für den Solinger begann in Tokio auch das Abenteuer Straßenverkehr. Er war vor allem von der Disziplin beeindruckt, die beispielsweise in U-Bahnhöfen herrscht. Vor dem Wachsmuseum im Tokio Tower entdeckten Uli Preuss und Maki Nakaoka diese Spendendose fürs Friedensdorf, prall gefüllt mit japanischen Münzen und Scheinen. Aus luftiger Höhe zeigt sich die Metropole Tokio von einer ihrer schönsten Seiten. Atemberaubend schön ist der Blick aus dem 45. Stock eines Hochhauses. Man sieht auch den Tokio Tower (links), der dem Eiffelturm in Paris nachempfunden ist. Zu einem Weinabend hatten Friedensdorf-Gönner Yasuhika Osaka und seine Frau eingeladen. Sie baten die Gäste dabei um einen Obolus fürs Friedensdorf. In seiner Jugend hat Gastgeber Yasuhika Osaka im Rheinhessischen auf Weingütern gearbeitet. Seither unterhält er regen Kontakt nach Deutschland. Aufmerksame Zuhörer fand Uli Preuss an diesem Abend, als er über die Entstehungsgeschichte seiner Ausstellung, Am Rande der Schöpfung, berichtete. Kurz vor Uli Preuss Friedensdorf-Vortrag, den er vor gut 120 Studenten in der Tokioter Sophia–University hielt (Bild), traf er die Japanerin Hitomi Ishiguro. Die junge Germanistikstudentin hat ein Jahr in Münster gelebt und kennt auch Solingen - die Welt ist klein, sagt Uli Preuss. Chizuru Azuma (rechts) ist als Schauspielerin in Japan überaus bekannt. Gemeinsam mit Uli Preuss und Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka erläuterte sie ihr Engagement fürs Friedensdorf. Chi, wie sie von Freunden genannt wird, ist nicht nur bildschön, sondern auch leidenschaftlich engagiert, sagte Uli Preuss. Seit sie Ende des vergangenen Jahrtausends für die populäre japanische Fernsehshow URURUN im Friedensdorf war, hat sie die deutsche Hilfsorganisation hier in Nippon immer bekannter gemacht. Und noch immer ist sie als Botschafterin unserer Einrichtung in Japan unterwegs und erklärt interessierten Zuhörern, was das Friedensdorf ist. Seit 1996 kommen junge Japanerinnen und Japaner ins Friedensdorf, um sich für die Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten einzusetzen. Die jungen Helfer bleiben zumeist ein Jahr im Friedensdorf, erhalten dort Kost und Logis und kehren dann in ihre Heimat zurück. Mit bleibenden Eindrücken, die nicht selten sogar ihr Leben verändern, sagen sie. Jetzt trafen sich ehemalige und zukünftige Volounteers zum Erfahrungsaustausch anlässlich der Uli Preuss-Ausstellung. Eine erfreuliche Begegnung am Rande: Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka (re.) trifft Aya Kitamora. Die junge Frau mit dem pechschwarzen Wuschelkopf arbeitete 2005 in der Friedensdorf-Küche. Vermisst hat sie in dieser Zeit vor allem - den japanischen Reis. Eine Veranstaltungshalle, eine Bibliothek, ein Schul-Supermarkt und ein Tennisplatz gehören zum neuen Trakt der Ogaki High School, in der Uli Preuss einen Vortrag hielt. Auf Straßenschuhen kommt niemand in den neuen Trakt der High School. Die Besucher wurden mit bequemen Puschen ausgestattet. Freundlich und mit offenen Armen wurde der Gast aus Deutschland von den Mitgliedern des Friedensdorf-Freundeskreises Wings in Ogaki empfangen. Rechts im Bild die Vorsitzende, Frau Asamo-san. Selbst ist der Fotograf: Uli Preuss griff in der Schneidwarenmetropole Seki selbst zum Werkzeug und schmiedete das Eisen, solange es heiß war. Das ist der Beweis: Der Tod von Oktopus Paul war sogar in japanischen Zeitungen ein Thema. Auf  solche kleinen Holztafeln schreiben Japaner vor einem Shintuschrein ihre Wünsche. Wir haben gleich einmal so eine Tafel dem Friedensdof gewidmet, sagt Uli Preuss. So viel Zeit muss sein - Uli Preuss genießt die japanische Tee-Zeremonie. Ein aufmerksames Publikum fanden Uli Preuss und Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka auch in der Cataloghouse-Filiale in Tokio–Shimbashi. Ein kleiner afghanischer Junge, dem 2002 eine Mine den gesamten rechten, den linken Unterarm und das Augenlicht nahm, brachte in Japan Uli Preuss und Noriko Akiyama zusammen. Sie leitet heute den Friedensdorf-Freundeskreis in Fussa. Uli Preuss: Bergische Leckermäulchen würden sich in Osaka wohl fühlen - hier gibt es Bollebäuschen. Allerdings mit einer anderen Füllung: Tintenfisch. Lecker! Am Dienstag wurde die Ausstellung von Uli Preuss in der Cataloghouse-Filiale in Osaka aufgebaut. Neben dem Fotojournalisten war auch Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka (li.) dabei, unterstützt von Mitgliedern des Friedensdorf Freundeskreises in Osaka. Der Freundeskreis, in Osaka nennt er sich Pay Forward Club, hatte zu einem Vortrag über die Ausstellung eingeladen. Ryosuke Kushido, kurz Kushi, ein ehemaliger Profihandballer, hatte die Idee, auf Sport-T-Shirts das Friedensdorf-Logo zu drucken und so Spenden zu sammeln. Uli Preuss und Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka haben ihren ersten Weihnachtsbaum in Japen entdeckt - in der Millionenstadt Kyoto. Mehr als 20 Grad im November, da war der Spaziergang durch Kyotos Gärten wunderschön. Und langsam halten auch dort die herrlichen Herbstfarben Einzug. Weihnachtsbaum Nummer 2 steht vor dem Cataloghouse-Shop im Edeleinkaufszentrum Namba Parks. Dem achten Vortrag, den Uli Preuss und Maki Nakaoka in Japan hielten, lauschten auch viele Pressevertreter. Mitarbeiterinnen von Cataloghouse beeindruckten zudem mit ihren Kenntnissen der Gebärdensprache. Mit einer imposanten Skyline präsentiert sich Kobe dem Besucher. An das schreckliche Erdbeben vom 17. Januar 1995 erinnert das Kobe Earthquake Memorial. Aufgerissener Asphalt, schief stehende Straßenlaternen - alles ist hier so geblieben wie es nach dem Beben aussah. Auf Einladung der Japanisch-Deutschen Gesellschaft hielt Uli Preuss auch in Kobe einen Vortrag über das Friedensdorf - vor 25 interessierten Zuhörern. Ein beeindruckendes Bild: Rund 600 Schüler lauschten dem Vortrag von Uli Preuss in der Naruto High School. Unverhofft kommt auch in Japan oft, und so fanden sich Uli Preuss (2.v.li.) und Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka (li.) spontan in einem Radio-Interview wieder. Drei Kamerateams hielten in Wort und Bild fest, was Uli Preuss übers Friedensdorf berichtete. Friedensdorf-Freund Yasuhiko Osaka hatte diese Veranstaltungen organisiert. Und endlich zeigte sich der Herbst in Japan dem Foto-Journalisten von seiner zauberhaftesten Seite. Solche Rottöne haben Sie noch nie gesehen, schwärmte der Fachmann und konnte sich nicht sattsehen an den leuchtenden Farben. Ein begehbarer Riesenkürbis begrüßt die Besucher am Hafen der Kunstinsel Naoshima. Uli Preuss und Maki Nakaoka überreichen Tadashi Takahashi den Friedensdorf-Kalender. Weihnachten in Hiroshima - da wird sogar der Atombomben-Dom als Glitzerskulptur nachgebildet. Am Ufer des Motoyasu leben die Erinnerungen an den Atombombenabwurf auch heute noch weiter. Pappköpfe der Friedensnobelpreisträger stehen am Ufer des Motoyasu. Die Erinnerungen an die Atombombenabwürfe halten auch die Jungen wach. Feierabendbier vor der Rückreise nach Deutschland Im Flugzeug lässt Uli Preuss die letzten Woche Revue passieren.

Mit dem Airbus Wuppertal von Osaka ins Bergische Land.

Im Flugzeug

Baggio und Takahashi: Von großen und kleinen Helden in Hiroshima

Neben Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka und Fotojournalist Uli Preuss fanden sich die Friedensdorf -Freunde Takahiro Koyama und seine Frau Aya zum Gruppenfoto ein. Das Paar hatte das Treffen mit dem Atombomben-Zeitzeugen Takahashi-san (Mitte) vermittelt.
Neben Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka und Fotojournalist Uli Preuss fanden sich die Friedensdorf-Freunde Takahiro Koyama und seine Frau Aya zum Gruppenfoto ein. Das Paar hatte das Treffen mit dem Atombomben-Zeitzeugen Takahashi-san (Mitte) vermittelt.

Kunst von Andy Warhol auf der Insel Naoshima, Treffen mit Atombombenopfer in Hiroshima.

Uli Preuss und Maki Nakaoka überreichen Tadashi Takahashi den Friedensdorf-Kalender.
Uli Preuss und Maki Nakaoka überreichen Tadashi Takahashi den Friedensdorf-Kalender.

TV und Radio berichten in Takamatsu über Peace Village und Uli-san

So sieht der Blick auf die beiden Reisenden in Sachen Friedensdorf, Uli Preuss und Maki Nakaoka, durch eine japanische Kamera aus.
So sieht der Blick auf die beiden Reisenden in Sachen Friedensdorf, Uli Preuss und Maki Nakaoka, durch eine japanische Kamera aus.

Phoenix aus der Asche

Das beeindruckende Kobe Earthquake Memorial erinnert an das katastrophale Erdbeben von 1995. Man hat einen Teil der eingestürzten Pieranlage stehen lassen - schräg die Straßenlaternen, aufgebrochen der Asphalt.
Das beeindruckende Kobe Earthquake Memorial erinnert an das katastrophale Erdbeben von 1995. Man hat einen Teil der eingestürzten Pieranlage stehen lassen - schräg die Straßenlaternen, aufgebrochen der Asphalt.

Weihnachten in Namba Parks

Das ist er nun, mein erster Weihnachtsbaum in Japan, sagt Uli Preuss.
Das ist er nun, mein erster Weihnachtsbaum in Japan, sagt Uli Preuss.

Bollebäuschen in Osaka

Der durch Rolltreppen-Knotenpunkte, fantasievolle Lichtwerbung und extravagante Wasserfälle beeindruckende Edelshopping-Komplex „Namba Parks“,in dem die Cataloghouse-Filiale in Osaka untergebracht ist, ist eine Topadresse.
Der durch Rolltreppen-Knotenpunkte, fantasievolle Lichtwerbung und extravagante Wasserfälle beeindruckende Edelshopping-Komplex "Namba Parks", in dem die Cataloghouse-Filiale in Osaka untergebracht ist, ist eine Topadresse.

Von der Hauptstadt Tokio ins 570 Kilometer entfernte Osaka

Inzwischen sind sie ein eingespieltes Team: Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka und Uli Preuss erläutern die Ausstellung
Inzwischen sind sie ein eingespieltes Team: Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka und Uli Preuss erläutern die Ausstellung "Am Rande der Schöpfung".

Heißes Bad in Hakone, kaltes Wetter in Tokio

Japaner trauern: Paul ist tot

Da sprühen die Funken nur so: Seki ist die Schneidwarenmetropole Japans und genauso berühmt wie Solingen und Sheffield. Uli Preuss nutzte den Besuch zu einem Blick hinter die Kulissen.
Da sprühen die Funken nur so: Seki ist die Schneidwarenmetropole Japans und genauso berühmt wie Solingen und Sheffield. Uli Preuss nutzte den Besuch zu einem Blick hinter die Kulissen.

Japanerinnen folgen dem Ruf ins Friedensdorf seit 1996

Von Chi-san, Cataloghouse und der Japanisch-Deutschen Gesellschaft

Von Solingern, die "very british" sind, und Japanern, die Solinger und Solingen kennen

Vor 120 Studenten hielt Uli Preuss einen Vortrag und stellte seine Ausstellung
Vor 120 Studenten hielt Uli Preuss einen Vortrag und stellte seine Ausstellung "Am Rande der Schöpfung" vor.

Das kleine Wunder

Imposant ist der Blick aus dem 45. Stock auf die Skyline der Stadt Tokio.
Imposant ist der Blick aus dem 45. Stock auf die Skyline der Stadt Tokio.

U-Bahn fahren in der Millionen-Metropole . . .

Der Verkehr in Tokio ist nicht zu vergleichen mit dem in Deutschland. Vor allem U-Bahn fahren ist für Westeuropäer ein echtes Abenteuer. Aber es geht immer diszipliniert zu.
Der Verkehr in Tokio ist nicht zu vergleichen mit dem in Deutschland. Vor allem U-Bahn fahren ist für Westeuropäer ein echtes Abenteuer. Aber es geht immer diszipliniert zu.

Von verpassten Fliegern und German Gourmet-Sets

Die Vorbereitungen für die Ausstellungseröffnung in Tokio sind angelaufen. Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka hilft kräftig mit.
Die Vorbereitungen für die Ausstellungseröffnung in Tokio sind angelaufen. Friedensdorf-Mitarbeiterin Maki Nakaoka hilft kräftig mit.